Krautrock gilt als experimentelle Rockmusik aus Deutschland. Was also soll man sich unter BRUTAL KRAUT vorstellen? Tja, im Grunde genau DAS! Brutal Kraut kommen aus Berlin und experimentieren mit diversen Stilrichtungen des Metals.

PhotoCredit: Szymon Leśniewski

Auf ihrem zweiten Longplayer „Progression In Madness“ vermischen sie gekonnt Elemente des Death Metal, Hardcore, Black Metal, Punk und Thrash Metal. Interessant ist dabei, dass die zu einem Trio geschrumpfte Band aufgrund ihres Alters eigentlich viele Bands gar nicht kennt, die ich wiederum hier heraushöre. So erinnern mich einige Parts angenehm an die alten Warpath, andere an Hate Squad. Mal klingen Kreator oder Sodom zu ihrer punkigen Phase durch, mal die Baffdecks und vereinzelt sogar Rammstein.

Das alles ist nicht einfach wild zu einem Metalcore-Album zusammengewürfelt, sondern intelligent in acht abwechslungsreiche Songs verpackt. Eine starke Weiterentwicklung gegenüber dem Debüt, wobei die Corona-Situation laut der Band wohl sogar ganz hilfreich war, da man sich mehr auf das Album konzentrieren konnte, als es unter „normalen“ Umständen möglich gewesen wäre. In diesem Fall kann ich Corona etwas Gutes abgewinnen, denn “Progression In Madness” groovt wie Sau!

Leider wird es kein Vinyl geben, dafür wird die CD aber in einem schicken Digipack veröffentlicht!

Meine Anspieltipps wären der Titelsong `Progression In Madness´ und `Twisted Tongue´.

Veröffentlichung: 13. November 2020 via Boersma-Records

Punkte: 8/10