Hamburg Markthalle, 04.10.2019. Wir freuen uns schon seit Wochen auf diesen Abend. JIMMY CORNETT & THE DEADMEN werden an diesem Abend, sozusagen in ihrem Wohnzimmer, den Rock n’ Blues in die Gehörgänge des Publikums schmettern. Bereits bekannt von diversen Bikerparties im Umland und deutschlandweit, hatte ich Jimmy noch nie direkt in einem einzelnen Livekonzert erlebt. Und eins vorweg: Es war grandios. Anfängliche Befürchtungen, das dies ein eher mau besuchtes Konzert wird, da sich kurz vor Einlass gerade einmal eine handvoll Leute vor der Markthalle einfanden, wurden schnell ad atca gelegt, denn die Halle füllte sich zusehends.

Bereits mit den ersten Klängen der Vorband, Hamburgs “späteste Band” die THIRSTY MAMAS, ist die Halle so voll wie ich es lange nicht bei einer Vorband hier erlebt habe. Die Mamas spielen lupenreinen Blues, der gekonnt mit neueren Rocksoundelementen gepaart frisch und unverbraucht daher kommt und vor allem sofort ins Blut geht und das Publikum zu begeistern weiß. Stück um Stück reißen die fünf Hamburger um Sänger Stefan Schneider, die Gäste im Saal mit. Diese Band sollte man sich merken. Viel zu schnell sind die Jungs leider schon mit ihrem Set durch und schließen ihre Bühnenzeit mit einer großartigen Bluesversion von Depeche Mode’s “Personal Jesus”. Besser hätte der Abend nicht beginnen können.

Während einer kurzen Umbaupause kommen immer mehr Fans in die Halle geströmt und pünktlich zu den ersten Klängen von JIMMY CORNETT & THE DEADMEN ist die Halle bis auf den letzten Platz rappelvoll. Mit seiner Begrüßung nach dem ersten Stück, zeigt sich die Band beeindruckt von der Fanmenge und Jimmy gibt gerne zu, die Markthalle noch nie so voll bei einem ihrer Konzerte erlebt zu haben und bedankt sich herzlichst bei seinen Fans.

Mit stampfenden Perlen aus Blues und Southern Rock wie “Shut up n’ dance” oder “Dr. Jekyll and Mr. Hyde” lässt die Band einen Hit nach dem anderen aufs Publikum los, welches die Songs frenetisch feiert. Und Jimmy hatte auch neues im Gepäck: Darauf hinweisend, dass neues Material bald auch in Form einer neuen Scheibe auf die Fans zukommt, wirbt er bei seinen Fans um ein respektvolles Miteinander, den Hass zu ignorieren und mehr aufeinander zuzugehen und zu achten, egal wie man gerade drauf ist und quittiert seine Worte, die vor allem auch gegen Mobbing in allen Bereichen gerichtet ist, mit einem seiner neuen Stücke “You are good”. Weitere Hits folgen, die das Publikum textsicher mitsingt und mittanzt, bis mein persönlicher Höhepunkt des Abends mit “Born in a burning Hell” in einem grandiosen Gitarrenduell zwischen Jimmy und seinem Leadgitarerro Dennis Adamus gipfelt. Viel zu schnell ist dieser Abend vorbei und nach ein paar letzten Songs zum Träumen und Tanzen, bedanken und verabschieden sich sowohl Band als auch Fans sichtlich begeistert und beinahe traurig, dass dieser gemeinsame Abend nicht noch stundenlang hätte weiterlaufen können. Mit einem breiten Lächeln verlassen wir die Halle, wissend, dass dies nicht unser letztes Konzert mit JIMMY und seinen DEADMEN für uns gewesen sein wird.

Berichterstattung / PhotoCredits: Hauke Jans