Es gibt im Moment so viele richtig gute Rockbands im Norden. Ausgerechnet jetzt bremst die COVID-19-Pandemie ihr Weiterkommen aus. Bestes Beispiel dafür ist die Band PAY PANDORA aus Heide. Am 17.01.2020 brachten sie ihre erste Full-Lenght-Scheibe “Hunt The Prey” heraus. Die Erwartungshaltung war hoch, schließlich waren 400 Fans in das Stadttheater Heide zur Release-Party gekommen!

​PAY PANDORA, das sind zum einen Chiara Lütje mit Gitarre und einer Wahnsinns-Stimme, Tom Ole Thomssen am Schlagzeug sowie Lead-Gitarrist Thies Peters und Bassist Marek Brodersen. Die Band wurde unter anderem als beste Nachwuchsband Deutschlands 2016 gekürt und Sängerin Chiara im selben Atemzug mit dem Preis für die beste Nachwuchssängerin Deutschlands ausgezeichnet. Auch bei „The Voice Of Germany“ hat sie ihre Stimme unter Beweis gestellt. Aber all dies half bei der Plattenvertrag-Suche auch nicht weiter.

Bereits im Mai 2018 brachten die vier eine 7-Track-EP mit Namen “Rise” in Eigeninitiative heraus. Im Mai 2019 starteten sie dann eine Crowdfunding Aktion zur Finanzierung der nun vorliegenden CD. Die Songs waren schon fertig, es musste “nur noch” ein Studio finanziert werden. Durch unermüdliche Auftritte, unter anderem mehrfach auf der Kieler Woche, gelang das Vorhaben dann recht schnell. Wie auch bei “Rise” konnten sie die Songs wieder im Preetzer Studio JAK´s Hell einspielen.

Und nun ist es da. „Hunt The Prey“, ihr erstes Album mit 11 soliden Eigenkompositionen und einer Mischung aus klassischem Rock der Achziger und modernem Heavy Rock von heute. Angehaucht von einer Prise Blues und angereichert mit Riffs aus dem Metal finden sich verschiedene Stile auf der Platte wieder. Kein Song gleicht dem anderen, so wird diese Platte überhaupt nie langweilig.

​Die Texte sind unverblümt und ehrlich. Sie handeln von Rock ´n Roll, Liebe, Sex, Rache und Selbstfindung – 45 Minuten lang ein Spiegel des Lebens. Stimmlich wandelt Chiara vom Blues in “Rain or Shine” (das Wacken Open Air lässt grüßen) bis zu Nina Hagens punkiger Opernstimme in “Hunt the Prey”. Viele Nummern auf dem Album werden im Midtempo gespielt. Ich kannte die Titel bisher nur Live und da geben die vier nun einmal viel mehr Gas. Aber erst jetzt nimmt man viele kleine Details erst so richtig wahr. Besonders aufgefallen ist mir das bei dem Song “Catch Me If You Can”, der am 08. Februar diesen Jahres als Videosingle erschien. Der letzte Song des Albums ist “Good in Bad”, er ist wohl der älteste, aber auch bekannteste Titel auf dieser Scheibe. Kurz nach dem Erscheinen von “Rise” erschien genau dieser Titel ebenfalls schon als Videosingle.

Die komplette Trackliste: 01 – Rain or Shine, 02 – Drama Baby, 03 – Let It Burn, 04 – Ignorance, 05 – Hunt the Prey, 06 – Take Off, 07 – Catch Me If You Can, 08 – Disaster, 09 – Let Me Fall, 10 – Remember, 11 – Good in Bad

Das Album ist als CD und im Download erschienen. Die physikalische CD ist auf www.paypandora.com/ erhältlich, im Download bietet das Label Artistfy Music verschiedene Plattformen an.

Ich gebe diesem Album 9 von 10 Punkten mit einer echten Kaufempfehlung !