Gibt es etwas Besseres, als das Jahr mit einer Tour ausklingen zu lassen? Das dachten sich wohl auch die Schweden von SMASH INTO PIECES und beehrten uns zum Jahresende hin, noch einmal mit einer kleinen Tour. Wir von NIC – NordMensch in Concerts waren selbstverständlich dabei und für Euch in Frankfurt am Start.

Zu unserem Erstaunen war die Tür bei unserer Ankunft etwa eine viertel Stunde vor dem angekündigten Einlass bereits offen. Zu Gast waren wir heute in der Frankfurter Location, mit dem immer wieder für einen Lacher sorgenden Namen „Das Bett“. Also, gleich rein in die gute Stube und durch zur Bühne.

Eine Dreiviertelstunde später, ging es dann auch pünktlich mit dem ersten Show-Act des Abends los: APHYXION. Den Beginn machten sie mit ihrer Single ,Fork Tongued´, welche auch gleich direkt in die Vollen ging und viele überraschte, fast schockierte. Musikalisch wirkten die Dänen und ihr Melodic Death Metal etwas deplatziert, da die Fans wohl eher etwas aus dem Genre Hardrock, ähnlich und passend zur Headlinerband erwartet hatten. Leider sprang der Funke daher nur bei einigen wenigen über, die aber wiederum dafür umso mehr Spaß daran hatten. In rund fünfundzwanzig Minuten performten APHYXION ein Set, gefüllt mit sechs Songs, deren Abschluss mit ,Sleepwalkers´, der ersten Singleauskopplung der aktuellen Scheibe „Void“, ein rundes und nochmals powergeladenes Ende fand.

Knapp dreißig Minuten später ging es dann endlich mit dem Hauptact weiter und SMASH INTO PIECES betraten die Bühne. Zum Erstaunen vieler aber komplett ohne Bassisten. So startete die Band ihr “bassloses” Set mit , Like This!´, das bei vielen Besuchern auch direkt für strahlende Augen sorgte. Rund eine Stunde lang spielte die Band und bot dabei einen Schnelldurchlauf ihrer bisherigen vier Alben und der im September und Oktober erschienen aktuellen Singles, welche vermutlich auf ihrem nächsten Album sein werden. Besonders die zuletzt benannten Songs kamen beim Publikum irre gut an, was auch Sänger Adam ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Dieses Lächeln wurde auch noch einmal zu einem satten Lachanfall beim Song `Ego’, denn sein Bandkollege Banjo war hierbei ein echter Faxen-Max. Immer wieder nutzte Adam die Zeit zwischen den Songs für einige Ansagen, bei denen er sich auch immer wieder bei den Fans bedankte und sich selbst auf die Schippe nahm oder sich über seine Bandkollegen lustig machte. Den Abschluss des Sets bildete die Single ,Boomerang´, mit der die Band noch einmal alles gab, bevor sie sich vom Frankfurter Publikum verabschiedeten. Wenig später fand man die Bandmitglieder am Merch-Stand. Dort wurden auf Wunsch Fotos mit Fans gemacht und Autogramme verteilt.

Hier die Setlist des Abends:
Like This!/ Arcadia/ Higher/ Merry Go Round/ Stronger/ Let Me Be Your Superhero/ Ego/ In Need Of Medicine/ Disaster Highway/ Yolo/ Animal/ Ride With U/ The Game/ Boomerang

Für mich und meine Kollegin Andrea, war dies definitiv eine der fragwürdigsten Bandkombinationen des Jahres, aber dennoch ein gelungener Abend. APHYXION haben daran jedoch eindeutig den Löwenanteil ausgemacht. Die Fannähe und die Ansagen des Headliners wirkten leider sehr geskriptet und aufgesetzt und eines der Mitglieder fiel doch wirklich sehr durch seine Starallüren auf.

Berichterstattung: Etienne Kulik / PhotoCredits: Andrea Da Silva Nolasco