Der Abriss zum 30jährigen Jubiläum des weltweit größten Metal-Festivals ist den Veranstaltern des WACKEN OPEN AIRs tatsächlich gelungen. 200 Bands bespielten die diversen Bühnen des Holy Grounds. Kunterbunt war das Programm und die Vielfalt. Von Metal- über Hardrock-, Punk-, Core- oder aber Spaß- und Gute-Laune-Bands. Für jeden war etwas dabei. Klar, hatten einige von Euch in diesem Jubiläumsjahr Legenden, wie z.B. Metallica o.ä. erwartet, aber dennoch konnte sich das Line Up in 2019 ohne Weiteres sehen lassen und Niemand wurde enttäuscht.

Da war schon einiges dabei. FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE spielten beispielsweise unter dem Pseudonym “Die beschissenen 6” einen Slot auf der Beergarden Stage. SABATON, KROKUS, AIRBOURNE, ANTHRAX – das waren schon einmal Musikmomente, die gerne mitgenommen werden konnten. Ganz groß war auch der Gig von BODYCOUNT mit ICE-T. Ebenso lieferten HAMMERFALL eine Hammer-Show und spielten instrumental für die Fans noch die Titelmusik von “Games of Thrones”.

Am Freitag pilgerten natürlich allesamt zu SLAYER, denn diese befinden sich ja derzeit auf Abschiedstournee und spielten somit auch zum letzten Mal auf dem W:O.A. Man spürte in diesem Jahr diesen Jubiläums-Spirit, er war da, ob nun bei Regen oder bei auch recht viel Sonnenschein. Das Wetter ist den Wacken Besuchern grundsätzlich schon immer egal gewesen und man passt sich an. Schließlich ist man zu Gast im Land der NordMenschen und die können Feste feiern, egal bei welcher Witterung. Einzig kleiner “Miesepeter Point” aus Sicht der Fotografen war das Fotoverbot bei der Show von SLAYER, denn gerade diese wollte man doch noch einmal festhalten als Erinnerung für die 75.000 Metalheads des Holy Grounds. Schade, von daher müssen auch wir von NordMensch in Concerts es wie Heidi Klum sagen: “SLAYER, wir haben diesmal leider kein Foto für Euch.”

Eine weitere große Nummer war der Auftritt von PARKWAY DRIVE am Freitag. Mit eines der besten Auftritte, den wir jemals von dieser Band erleben durften. Ausgewählte Songs ihrer diversen Alben, großartiges Bühnebild und zauberhafte Streicherinnen unterstrichen all das. Ein Konzert mit großen Gänsehautmomenten. Weiter erwähnenswert ist auch der Slot von POWERWOLF. Viel Feuer auf der Bühne und wie immer eine Show, die eine Menge Wolfsanhänger vor die Bühne zog. Aber auch OF MICE & MEN müssen unbedingt Erwähnung finden. Sie spielten am Samstagnachmittag ihre Fans so irre gegen die Band und pusteten allen Anwesenden die Ohren frei. Hammer-Gig und absolute Live-Empfehlung unserer Redaktion. By the way – sie spielen in Kürze beim Elbriot Festival in Hamburg. Da geht noch was für Euch !

Den Samstagabend beschlossen als Headliner sodann die US-Amerikaner von TRIVIUM. Matthew Heafy zündete auf der Bühne während seines Solos ein Feuerwerk aus seiner Gitarre. Zeitgleich schossen aus sämtlichen Ecken Feuerfontänen bis hoch in den Wacken Himmel und dem einen oder anderen Metalhead schoss bestimmt die eine oder andere Emotionsträne in die Augen. Dieser Auftritt war ebenfalls großes Kino.

Auch MASCHINE NITROX führte wieder allabendlich durch seine amüsanten Late-Night-Shows und auch die Metal-Queen DORO PESCH war wie immer vor Ort. Eröffnet wurde das Festival wie immer durch die Wacken Firefighters, dem heimischen Feuerwehr-Orchester und auch SKYLINE eröffneten am Donnerstag das Wacken Open Air offiziell auf der Main Stage. Traditionen, die gepflegt werden und auch nicht mehr wegzudenken sind. SAXON, BEYOND THE BLACK, EXTRABREIT, MESHUGGA, DEMONS & WIZARDS, WITHIN TEMPTATION, HÄMATOM, OPETH, BULLET FOR MY VALENTINE – um hier nur einige weitere Bands des diesjährigen Wacken Open Airs auszuführen – alle waren sie dabei und machten die 30 Jahre-Jubiläumsfeier zu einer absoluten Party mit Garantie zum Abriss.

Am Mittwoch gab es eine Einladung zur “Zukunftswerkstatt”. Sinn und Zweck dieser Aktion: Man informierte über die Nachhaltigkeit und Zukunft. Dieses Thema wird in den kommenden Jahren auf dem Festival noch eine größere Rolle spielen. Dieses Projekt behalten auch wir für Euch im Auge, denn das Wacken Open Air war ja bereits für viele andere Festivals Vorbild und wir hoffen somit, dass dieses sich auch auf vielen anderen Festivals manifestiert.

Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr einen großen Kaufland Supermarkt auf dem Gelände. Dieser war aus Fansicht ein voller Erfolg. Man darf somit davon ausgehen, dass das Kaufland auch in 2020 wieder fester Bestandteil des Wacken Open Airs sein wird und der Metalhead sich auch vor Ort weiterhin dort versorgen kann. Das Nachsehen hatten allerdings in diesem Jahr, bedingt durch diesen großen Markt direkt auf dem Gelände, die Läden im Dorf. Positiv aufgefallen beim Kaufland Supermarkt: Keine Plastiktüten, sondern Kartons und ganz normale Ladenpreise, ohne überteuerten Festivalaufschlag. Hier gab es auch wirklich alles. Von Gummistiefeln, über Schlafsack, Ersatzzelt bis hin zu geschmierten Brötchen oder auch ungeschmiert für den Frühstückstisch am Zelt – alles wurde angeboten. Klasse Idee, tolle Umsetzung, alle sind zufrieden. Daumen von uns somit nach oben!

Natürlich konnten wir nicht jede Band sehen und alles auf dem heiligen Acker ist eh nicht aufzunehmen, wahrzunehmen oder eben später wiederzugeben. Es ist eine Parallelwelt, die da über die Jahre geschaffen wurde und in die der wahre Metalhead einmal im Jahr zu gerne abtaucht. Ein tolles kulinarisches Angebot war wie immer in Hülle und Fülle vorhanden, freundliche Securities, Polizisten und Servicekräfte standen dem Wacken Besucher zur Seite. Großartige Themenwelten waren wie immer aufgebaut. Mehr geht eigentlich schon gar nicht mehr – denkt man jedenfalls – aber wenn man dann wiederum den Worten von Thomas Jensen und Holger Hübner Gehör schenkt, sind für das Wacken Open Air noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Man darf somit noch auf viele geile Wacken-Jahre hoffen und auch 2020 glitzern schon einige Perlen an Bands auf dem aktuellen Plakat.

Auch wir von NordMensch in Concerts sagen “DANKE W:O:A! Es war eine tolle und vor allem friedliche Jubiläumssause. Wir sehen uns wieder in Wacken in 2020 – Rain or Shine !”

Berichterstattung: Dirk Jacobs / Stefanie Preuß

PhotoCredits: Dirk Jacobs